Daten, Statistiken und Empirie können verwirren, aber auch den Fokus Ihrer Leserinnen und Leser bündeln und die Aufmerksamkeit genau dahin lenken, wo Sie es wünschen.
Wir haben Ihnen auf dieser Seite einige Tipps zur Visualisierung von Daten zusammengestellt, damit Ihre Charts und Diagramme den Text auf- und nicht abwerten.
Besonderes Augenmerk legen wir auf folgende Aspekte:
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Verfügen Ihre Grafiken über Lesefluss, Fokus und Informationshierarchie oder sind alle Informationen gleichwertig? Sind sämtliche Informationen vorhanden? Oftmals werden bspw. gerne Achsenbeschriftungen etc. vergessen oder die wichtigen Elemente liegen nicht im Fokus Ihrer Leser und Leserinnen.
Verwenden Sie eine Schriftfamilie, die gut zu Ihrem Fließtext passt. Oftmals reicht eine Schriftfamilie für Ihre Grafiken. Legen Sie Schriftschnitte fest (bspw. Regular, Medium, Bold etc.) und die entsprechenden Größen. Sie sollten Punktgrößen unter 7 Punkt nicht nutzen; Punktgrößen größer als Ihre Fließtextheadlines ebenfalls nicht.
Print-Grafiken sollten in CMYK, Grau oder Schwarz-Weiß angelegt sein und über mindestens 240 dpi verfügen. Die Formate Ihrer Wahl sind: EPS, TIFF, PNG, SVG. Mit etwas Wissen können Sie auch das Format JPEG einsetzen. Schwer druckbare Fraben sind: Orange, Grün, Pastelltöne.
Wenn Sie ihren Text von vornherein gut strukturieren, sollten Sie Ihre Grafiken auf der Festplatte durchnummerieren, so können Sie die Grafiken in den meisten gängigen Texteditoren bei Bedarf ohne großes Suchen über Rechtsklick „updaten“.
Screen-Grafiken sollten in RGB, Grau oder Schwarz-Weiß angelegt sein, mit 72 dpi. Die Formate der Wahl sind: JPEG, PNG, SVG (bitte achten Sie darauf, dass Ihre Grafiken für die neuesten Apple-Rechner/iPads/iPhones Retina-fähig sind.
Wie in wissenschaftlichen Texten sollten Sie die Quellen Ihrer Bilder präzise angeben. Insbesondere wegen kommerzieller Anbieter, immer neuer Vorgaben und den generellen Zitationsregeln sollten Sie akkurat sein.
Suchen Sie sich 2 bis 3 Farben aus, die sich gut unterscheiden und legen Sie diese mit gleichwertigen Abstufungen fest: 75 %, 50 % und 25 %. Zudem sollten Sie 2 bis 3 Abstufungen von Grau festlegen. Beachten Sie bitte, dass Farbwerte unter 15 % kaum gedruckt werden können.
Viele Einzelbausteine für Grafiken können Sie im Internet finden, downloaden oder kaufen. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Wissensportalen für Grafiker und Designer, aber auch Marktplätze für Grafikbausteine, Fotografien oder Schriften.
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Der Informationsgehalt Ihrer Grafiken steht an erster Stelle. Was sollen Ihre Leser sehen, worauf soll ihr Fokus ruhen?
Setzen Sie klare Punkte: In der visuellen Gestaltung und Wahrnehmungspsychologie nennt man das Prinzip, dass das menschliche Gehirn nur eine begrenzte Anzahl von Elementen gleichzeitig im Fokus behalten kann, Miller’sche Zahl (7±2).
Beschränken Sie sich am besten auf 5 Elemente.
Farben, Formen, Schattierungen, Strichstärken, aber auch Schriften sollten konsistent durch alle Grafiken sein. Weniger ist oft mehr. Ihre Grafiken sollten sich immer in Ihren Text einfügen und ihn aufwerten und nicht mit ungewollter Irritation durchbrechen.
Profis arbeiten mit Vektordateien, die theoretisch „unendlich“ vergrößert werden können (eps oder svg). Prüfen Sie bei anderen Formaten (tif, png, jpg), ob die Grafiken die entsprechende dpi-Zahl für die entsprechende Druckmaschine aufweisen.
Legen sie die Farben in den richtigen Farbsystemen an. Für den Druck nutzen Sie CMYK, Graustufen oder Schwarz-Weiß.
Sollten Sie Ihren Text elektronisch veröffentlichen, zeigen gibt es auch hier viele Risiken analog zum Druck.
Prüfen Sie bei Ihren Formaten (tif, png, jpg), ob die Grafiken die entsprechende dpi-Zahl für den Bildschirm aufweisen.
Legen sie die Farben in den richtigen Farbsystemen an. Für den Bildschirm nutzen Sie RGB, Graustufen oder Schwarz-Weiß.
Prüfen Sie, ob Ihre Grafiken Retina-fähig sind.
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The Minimalist Blocs Library has completely transformed my web design workflow and significantly reduced the time I spend on creating websites. I can now concentrate on styling and advanced customizations.
Sie setzen Informationsgrafiken (Infografiken) für komplexe Daten, Fakten und Zusammenhänge ein, die Sie schnell, leicht verständlich und einprägsam präsentieren möchten. Ihre Leserinnen und Leser können Daten visuell besser und schneller verstehen als in einem Text, denn unser Gehirn verarbeitet visuelle Reize viel schneller als reinen Text.
Durch Infografiken können Betrachterinnen und Betrachter mit dem sogenannte „Scannen“ Ihren Inhalten einfach und vor allem zielgerichtet folgen.
Gut aufbereitete Daten wirken professionell, transparent und untermauern journalistische oder akademische Argumente optimal.
Sie sollten Ihre Informationsgrafiken klar, nüchtern und präzise gestalten, da jede visuelle Ablenkung die Informationsaufnahme reduziert und das Vertrauen Ihrer Leserinnen und Leser in die Daten schwächt.
Bei der Infografik steht die fehlerfreie Vermittlung von Wissen im Vordergrund.
Farben sind in Informationsgrafiken mehr als reine Dekoration: Farben sind ein strategisches Werkzeug zur Steuerung der Aufmerksamkeit, zur logischen Strukturierung.
Das Gehirn Ihrer Betrachterinnen und Betrachter verarbeitet Farbreize in Bruchteilen einer Sekunde und lange vor dem eigentlichen Text, daher übernehmen Farben die erste und wichtigste Orientierungsfunktion.
Am besten wählen Sie die geeigneten Schriftarten für Informationsgrafiken anhand der Lesbarkeit und anhand klarer, gut unterscheidbarer Zahlen aus; hierfür sind zumeist serifenlose Schriften (bspw. Arial) am besten. Serifenschriften (bspw. Garamond) wurden anfänglich aus historischen Tradierungen im Buchdruck eingesetzt und damit das Auge durch die Verstärkung der Buchstaben auf der Grundlinie mit ihren kleinen Füßchen geleitet wird.
Die erste serifenlose Schrift wurde von Wilhelm Caslon 1860 (genau: die Schrift Caslon) erfunden, war anfänglich nur für Großbuchstaben und Werbeschriften gedacht und wurde lange abgelehnt.
Heutzutage kennt man die Vorteile serifenloser Schriften, denn sie bleiben auch in kleinen Größen auf dem Smartphone oder im gedruckten Buch scharf und sauber.
Vermeiden Sie Schreibschriften oder verspielte Display-Fonts für Daten und Beschriftungen.
Beschränken Sie das gesamte Design auf ein bis zwei Schriftfamilien, um ein unruhiges Bild zu verhindern. Besser ist es, mit den Varianten derselben Familie – etwa ein kräftiger Schnitt (Bold) für die Überschrift und ein leichter Schnitt (Light) für den Fließtext – zu arbeiten.
Ein ausreichender Abstand zwischen den Buchstaben und ein starker Kontrast zum Hintergrund sichern die Barrierefreiheit.
Für eine optimale Gestaltung sollten Sie Ihre Infografiken so konzipieren, dass Sie ein dominantes Hauptelement als Blickfang einsetzen, das Ihre Kernaussage transportiert.
Präsentieren Sie die weiteren untergeordneten Elemente von links nach rechts und von oben nach, um die Betrachterinnen und Betrachter flüssig wie durch eine Geschichte zu führen.
Teilen Sie Informationen in kleine, leicht verdauliche Häppchen auf. Zu viele Reize überfordern das Arbeitsgedächtnis Ihrer Leserinnen und Leser.
Verwenden Sie maximal fünf Elemente einer Kategorie (z. B. fünf Tortenstücke, fünf Kurvenlinien oder maximal fünf Farben) gleichzeitig.
Überfrachten Sie Grafiken nicht. Gut platzierte Weißflächen sind wichtig (das ist übrigens einer der besten Tipps, die man zu Design und Grafik geben kann: Lassen Sie Gestaltung atmen)
Quellenangaben:
Cooper, M. (1989). Computers and design. Design Quarterly, (142), 1–31. doi.org
Pioneer: Muriel Cooper. (2018, 28. März). The MIT Press. https://mitpress.mit.edu/muriel-cooper/
Reinfurt, D., & Wiesenberger, R. (2017). Muriel Cooper. MIT Press.
Lektorat für akademische Texte, Business-Kommunikation, Literatur
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