Um ein professionelles Buch zu gestalten, müssen Sie sich über einige Dinge klar werden, die Ihre Zielgruppe, das Sujet sowie die Produktion betreffen. Wie zumeist sind dabei Fragen sinnvoll, die Sie für sich selber beantworten.
Wir haben Ihnen im Anschluss die wichtigsten Fragen aufgeschrieben und gehen in unseren Tipps noch einmal darauf ein.
Sehen Sie die Fragen als Checkliste, mit deren Hilfe Sie Ihre Buchgestaltung angehen können.
Die meisten Fragen betreffen die Form, bauen aber immer auf Ihrem Inhalt auf. Falls Sie die Produktion in unsere Hände legen wollen und entspannt auf ein ansprechendes Ergebnis warten möchten, sprechen Sie uns an.
Für einen Thriller benötigen Sie ein anderes Cover und Schriftdesign als für ein Kinderbuch oder einen Ratgeber. Hierbei hilft der eigene Geschmack selten weiter. Informieren Sie sich, welche Bücher in Ihrem Genre oft verkauft werden und studieren Sie deren Design.


Wenn Sie für ältere Menschen gestalten, benötigen Sie größere Schriften und einen hohen Kontrast; für ein trendbewusstes New-Adult-Publikum sollten Sie veredelte Cover einplanen. Auch Sachbücher und Ratgeber unterliegen Design-Konventionen.
Soll das Design düster, minimalistisch, verspielt oder sachlich-modern wirken? Für die Gesamterscheinung sollten Sie dem Inhalt und der thematischen Ausrichtung den Vorrang geben. Meist ist auch hier weniger mehr.


Passt ein klassisches Taschenbuch-Format, ein kompaktes Romanformat oder ein großes Hardcover-Format am besten zum Inhalt und zum gewünschten Verkaufspreis? Informieren Sie sich gut. Die Kosten können sehr schnell ansteigen und Sie können das Buch eventuell nicht mehr rentabel verkaufen.
Bei den Bindungen können Sie aus verschiedenen Möglichkeiten wählen: vom Softcover (Taschenbuch) über ein edles Hardcover mit Schutzumschlag oder ein praktisches Taschenbuch mit Klappenbroschur. Bedenken Sie dabei immer die steigenden Kosten.


Benötigen Sie reinweißes Papier, passend für Sachbücher mit Fotos, oder cremeweißes / werkdruckfarbenes Papier, das die Augen bei langen Romantexten schont? Wir beraten Sie gerne zu Papiersorten und Einsatzgebieten.
Mittlerweile gibt es über 300 000 Schriften auf dem Markt. Von denen benötigen Sie zumindest eine Schrift für Titel & Kapitel-Überschriften und eine für den Fließtext. Im besten Fall wählen Sie eine Schrift, die serifenlose Schnitte hat und zudem Schnitte mit Serifen. Dann passen beide gut zusammen.


Das ist eine kritische Frage. Unerfahrene machen oftmals den Fehler, dass der innere Rand zu klein ist, zu wenig Platz bietet und Text schwierig zu lesen ist. Die genauen Vorgaben erhalten Sie beim Verlag, auch bei den meisten BoD-Plattformen.
Das ist wohl eine der meistgesuchtesten Fragen von Selbstpublishern. Gehen Sie folgendermaßen vor:
Seite 1: Schmutztitel (nur der Buchtitel in klein)
Seite 2: Blanko oder Frontispiz (z. B. Widmung)
Seite 3: Haupttitel (Titel, Untertitel, Autor, Verlag)
Seite 4: Impressum (Copyright, ISBN, Druckerei)


Eine ganz wichtiger Aspekt, der für den Verkauf entscheidend ist: Kann man Ihr Buch auch in kleinen Listendarstellungen auf Verkaufsseiten gut erkennen? Hebt es sich genug von den anderen Büchern ab?
Nutzen Sie für das gesamte Buch maximal zwei bis drei Schriftfamilien. Verwenden Sie eine gut lesbare Serifenschrift für den Fließtext und eine weitere Schriftart für die Kapitelüberschriften.
Der häufigste Anfängerfehler sind zu kleine Ränder. Der Text braucht Luft zum Atmen. Besonders wichtig: Berechnen Sie den inneren Rand (Bundsteg) deutlich breiter als den äußeren Rand (ca. 18 bis 22 mm).
Der Zeilenabstand darf im Fließtext niemals auf „einfach“ oder 1 stehen. Ein Zeilenabstand von 120 bis 140 % der Schriftgröße sorgt für ein entspanntes, ermüdungsfreies Lesen.
Romane werden im Blocksatz gesetzt. Damit keine Löcher zwischen den Wörtern entstehen, sollten Sie die automatische Silbentrennung aktivieren. Kontrollieren Sie am Ende manuell, um unschöne Trennungen zu korrigieren.
Bei Romanen wird ein Einzug gewählt: Die erste Zeile eines neuen Absatzes wird leicht nach rechts eingerückt (ca. 3 bis 5 mm). Ausnahme: Der allererste Satz eines Kapitels oder nach einer Leerzeile wird nie eingerückt. Bei Sachbüchern wird zwischen den Absätzen ein kleiner, fester Abstand definiert. Bitte mischen Sie beides nicht.
Die erste Zeile eines neuen Absatzes sollte nie ganz alleine am Ende einer Seite stehen und die letzte Zeile eines Absatzes nie ganz alleine oben auf einer neuen Seite. Moderne Layoutprogramme haben dafür automatische Schutzfunktionen („Umbruch-Optionen“), um diese Zeilen zusammenzuhalten.
Das Papier beeinflusst die Wirkung enorm. Für Romane und Belletristik wählt man cremeweißes Papier (Werkdruckpapier, ca. 80–90 g/m²), da es das Licht weniger stark reflektiert als reinweißes Papier und die Augen schont. Reinweißes Papier passt zu Sachbüchern oder Bildbänden.
So gehen Sie richtig vor:
Seite 1: Schmutztitel (nur der Buchtitel in klein)
Seite 2: Blanko oder Frontispiz (z. B. Widmung)
Seite 3: Haupttitel (Titel, Untertitel, Autor, Verlag)
Seite 4: Impressum (Copyright, ISBN, Druckerei)
Seitenzahlen sollten dezent sein. Platzieren Sie sie zentriert im Fußbereich oder außen an den Rändern. Auf leeren Seiten, Haupt-Titelseiten, Schmutztiteln oder reinen Kapitel-Anfangsseiten werden die Seitenzahlen im Layout unterdrückt (sie zählen mit, werden aber nicht gedruckt).
Das Cover muss im Buchladen-Schaufenster funktionieren, aber noch viel wichtiger als Thumbnail im Onlineshop. Verkleinern Sie Ihr Coverdesign am Bildschirm auf die Größe einer Briefmarke. Wenn der Titel immer noch lesbar ist und das Motiv ins Auge springt, ist das Design gelungen.
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Die Frage, wie lange es dauert, ein Buch zu gestalten, ist schwierig zu beantworten, da die Bearbeitungsdauer stark vom Umfang und der Komplexität Ihres Buchprojekts abhängt. Als grober Anhaltspunkt: Rechnen Sie für ein reines Layout des Textes (z. B. Romane) circa mit 2 Wochen. Andere Buchsorten, die mehr grafischen Aufwand bedeuten (z. B. Bildbände, Sachbücher oder Kochbücher), bedürfen meist eines längeren Bearbeitungszeitraums. Planen Sie für solche Projekte besser circa 4 bis 6 Wochen ein.
Die Kosten variieren stark je nach Umfang, Komplexität, Seitenanzahl und möglichen Zusatzleistungen wie einer eventuellen Bildbearbeitung oder dem Design eines Covers. Die Kosten für das Design eines reinen Textbandes (z. B. eines Romans) starten oft bei 500 bis 1 500 Euro. Sachbücher, Bildbände oder andere komplexe Veröffentlichungen bedeuten mehr Aufwand. Die Preise betragen hierbei meist zwischen 2 000 und 5 000 Euro.
Melden Sie sich gerne direkt bei uns, dann erstellen wir ein individuelles Angebot, das für Ihre Wünsche und Anforderungen maßgeschneidert ist.
In Sachen Buchgestaltung bearbeiten wir nahezu alle Genres und Fachbereiche:
Belletristik: Romane, Krimis, Fantasy und Lyrik
Sach- & Fachbücher: Ratgeber, Lehrbücher, Biografien akad. Arbeiten
Bildbetonte Werke: Bildbände, Kochbücher, Kinderbücher, Kunstkataloge
Corporate Publishing: Jubiläumsbücher, Jahresberichte, Chroniken
Ja, unser Layout ist darauf ausgelegt, Ihre Druckdaten nach den von Ihnen bzw. dem Verlag oder Self-Publishing Plattform (z. B. KDP Amazon, Tolino Media, BoD oder epubli) vorgegebenen technischen Vorgaben zu gestalten. Nach unseren Arbeiten erhalten Sie eine fehlerfreie Datei, die Sie problemlos uploaden können. Je nach Bedarf können auch wir die Datei für Sie hochladen.
Ja, wir wissen, dass Verlage sehr großen Wert auf Professionalität legen und sich die auch teuer bezahlen lassen. Daher gestalten wir Ihre Veröffentlichung bzw. Ihr Buch nach den klassischen Regeln der Typografie und Buchkunst. En professionell gesetzter Probetext bzw. ein fertiges Manuskript erhöht ihre Chancen auch signifikant, nach der Vorstellung Ihres Buchprojekts bei einem Verlag eine positive Rückmeldung zu erhalten.
Gerne können wir die Bildrecherche für Ihr Projekt übernehmen. Wir recherchieren dazu in professionellen Bilddatenbanken nach passenden Motiven, die den Inhalt Ihres Buches perfekt unterstreichen. Ebenso kümmern wir uns dabei um die Klärung der jeweiligen Bild- und Lizenzrechte für den Druck und die Nutzung der Bilder im digitalen Bereich.
Ja, bereits am Anfang Ihres Projekts entwickeln wir 2 bis 3 individuelle Designkonzepte für Sie. Neben Vorschlägen für die Covergestaltung geben wir Ihnen auch Ideen für die Typografie (passende Schriftarten für den Fließtext und die Überschriften) sowie ein Satzraster für Ihr Buch.
Danach haben Sie die Möglichkeit, Ihren Favoriten auszuwählen, welchen wir im Anschluss auf Ihr gesamtes Buch anwenden.
Für die Veröffentlichung erhalten Sie von uns alle notwendigen Daten in digitaler Form; eine druckfähige PDF-Datei (CMYK) nach den Spezifikationen Ihrer Druckerei (inkl. Beschnittzugabe und Farbprofile) und eine weboptimierte PDF-Datei (RGB) – auf Wunsch mit verlinktem Inhaltsverzeichnis für den digitalen Versand oder Voransichten. Je nach gewünschtem Umfang und nach Absprache erhalten sie auch das E-Book-Format (ePub/Mobi) sowie die offenen Ausgangsdateien.
Das Buchdesign beinhaltet die Gestaltung des Buchcovers (Umschlag), der Titelei (erste Seiten des Buches), das Layout-Raster für den Innenteil sowie die Auswahl der Schriften und Farbelemente für Ihr Buchprojekt.
Das Cover-Design zielt auf das Interesse der Leserschaft Ihres Buchprojekts ab und ist somit wichtig für die Vermarktung Ihres Buches; das Innendesign – also das Layout – sorgt dafür, dass die Texte in gut lesbar, ästhetisch und vor allem fehlerfrei dargestellt werden.
Die Breite des Buchrückens hängt von der Seitenanzahl und der von Ihnen bzw. vom Verlag gewählten Papierdicke (Grammatur und Volumen). Die Dicke des Buchrückens können wir erst berechnen, wenn der Innenteil Ihres Buches gesetzt ist und die Druckerei sowie das Papier inkl. Stärke feststehen.
Zumeist verwenden wir für den Fließtext klassische Serifenschriften (z. B. Garamond, Minion oder Georgia). Diese Schriften bieten den Vorteil, dass das Auge den sogenannten „Füßchen“ der Buchstaben beim Lesen in Druckerzeugnissen wie Büchern besser folgen kann (und die Wirkung des Textes etwas weniger „nüchtern“ ist.
Unter der Beschnittzugabe beim Buchsatz versteht man einen zusätzlichen äußeren Rand (meistens 3 mm), der über das eigentliche Buchformat hinausgeht. So können wir verhindern, dass beim Beschneiden der Buchseiten kleine weiße Ränder (= Blitzer) entstehen; beispielsweise wenn Bilder, Grafiken oder Illustrationen bis ganz an den Rand des Blattes reichen sollen.
In einem Buch folgen die ersten Seiten strikten Regeln:
Schmutztitel (Seite 1),
Haupttitel (Seite 3),
Impressum (meist Seite 4), gefolgt von
Widmung und
Inhaltsverzeichnis.
Danach startet der eigentliche Buchtext auf einer rechten Seite – diese hat immer eine ungerade Seitenzahl.
Grundsätzlich sind Softcover günstiger in der Produktion und bieten den Vorteil, dass sie gut für den Massenmarkt oder auch Taschenbuch-Ausgaben geeignet sind. Hardcover sind demgegenüber sehr hochwertig und langlebig, dafür allerdings auch teurer. Hardcover empfehlen wir besonders für Erstveröffentlichungen, Sachbücher oder auch Geschenkbände.
Um die Augen zu schonen, verwenden wir für reine Textbücher (z. B. Romane) meist cremefarbenes (Werkdruck-)Papier. Für Bücher mit Fotos (z. B. Bildbände, Sachbücher) setzen wir meist weißes, gestrichenes Bilddruckpapier ein. Dieses Papier lässt Farben brillant strahlen und bietet so optisch einen großen Mehrwert für die Leserin oder den Leser.
Wir empfehlen Digitaldruck für Bücher mit kleinen Auflagezahlen (z. B. Print-on-Demand ab 1 Stück). Offsetdruck ist wirtschaftlich erst bei höheren Auflagezahlen interessant (z. B. ab 500 bis 1 000 Stück), überzeugt dafür aber beim Druck von Sonderfarben und garantiert bei Großprojekten im Vergleich die beste Qualität.
Druckereien setzen meist eine druckfähige, hochauflösende PDF/X-Datei (z. B. PDF/X-1a oder PDF/X-4) mit eingebetteten Schriften, einem Farbraum in CMYK und Bildern mit mindestens 300 dpi Auflösung voraus.
Druckereien setzen meist eine druckfähige, hochauflösende PDF/X-Datei (z. B. PDF/X-1a oder PDF/X-4) mit eingebetteten Schriften, einem Farbraum in CMYK und Bildern mit mindestens 300 dpi Auflösung voraus.
Quellenangaben:
Aalto-Alanen, H. (2023). Alvar & Aino Aalto: Our humanist home. Phaidon Press.
Schildt, G. (1986). Alvar Aalto: The decisive years. Rizzoli.
Weston, R. (1995). Alvar Aalto. Phaidon Press.
Lektorat für akademische Texte, Business-Kommunikation, Literatur
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